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Die Stadt Colditz besitzt eine wechselvolle Geschichte. Davon zeugen noch heute historische Bauten. Herzstück des Ortes sind der Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus, die Stadtkirche St. Egidien und die Friedhofskapelle St. Nicolai.
Das Schloß Colditz (Foto), Wahrzeichen der Stadt, ist jahrhundertelang mit der Entwicklung des Ortes verbunden. Unter der Herrschaft von Kurfürstin Sophie von Sachsen erlebte Schloß Colditz eine Blütezeit. Im 2. Weltkrieg war es Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere. Prominentester Gefangener war der Neffe des einstigen Premierministers Churchill. Die Besichtigung der Fluchttunnel ist für die Touristen immer wieder ein besonderes Erlebnis. Tausende Engländer pilgern jährlich nach Colditz. Dieser Bekanntheitsgrad ist auch der Verfilmung dieser Ereignisse zuzuschreiben.
Bekannt wurde Colditz aber auch durch die 1958 begonnene Porzellanherstellung. Schon vor 250 Jahren lieferte man Colditzer Ton an die Porzellanmanufaktur Meißen und Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Steingutproduktion. Seit der Wende gewinnen Handwerk und Gewerbe an Bedeutung.
In Colditz hat man die Möglichkeit, verschiedene Kultureinrichtungen zu besuchen. Dazu gehören das Städische Museum, das Johann-David-Köhler-Haus, die Städtische Bücherei und ein Fitness-Center.
Beliebtes Ausflugsziel bei Groß und Klein sind der Colditzer Forst mit seinen vielen ausgeschilderten Wanderwegen, der Tiergarten mit dem Wildgehege, das Waldbad mit Campingplatz sowie der historische Heimatturm auf dem Töpelsberg.