Bad Lausick
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Kuren in Bad Lausick
Ihren guten Namen verdankt die Kurstadt nicht nur der bewährten Heilkraft ihrer Mineralwässer und den modernen Kureinrichtungen, sondern auch der Schönheit der umliegenden Landschaft. Am Rande des Muldentalkreises, wo das mittelsächsische Bergland in sanften Hügelwellen in die weite Ebene der Leipziger Tieflandbucht ausläuft, liegt die Stadt direkt vor den Toren des Colditzer Forstes.

Bad Lausick kann auf eine 900jährige Geschichte zurückblicken. Aus alten Dokumenten geht hervor, daß die Gegend in grauer Vorzeit von einem Waldgebiet bedeckt war, das von Menschen weitgehend gemieden wurde. Die ersten Bewohner waren Sorben, die ihr Dorf "Lutzke" nannten. Dieser Name bedeutet: Ort inmitten einer Sumpf- unf Wiesenlandschaft Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1096, als die Bewohner einen Zins zur Beleuchtung der Kapelle im Kloster Pegau zahlen mußten. Nur wenige Jahre später wurde 1105 die St.-Kilians-Kirche (Foto), eine romanische Pfeilerbasilika, erbaut. In ihrer Form und Größe ging sie weit über die Bedürfnisse einer Dorfkirche hinaus. Dies ist sicherlich ein wesentlicher Grund für die Entwicklung der Stadt gewesen. Die ursprüngliche Form der Kirche ist bis heute erhalten geblieben, lediglich der Turm stammt aus dem Jahre 1739. In den vergangenen Jahrhunderten hat die Stadt durch Kriege, Pest und Feuerbrünste schlimme Zeiten erlebt. In den Jahren 1605, 1667, 1693 und 1719 brannte sie fast vollständig nieder. Anfang des 19. Jahrhunderts brachten kriegerische Ereignisse erneut Unheil über die Stadt. Gefechte und Plünderungen richteten großen Schaden an. Während dieser Zeit weilte Napoleon in der Stadt, in der heutigen Straße der Einheit Nr. 15.

1820 wurde beim Abbau von Braunkohle das Heilwasser entdeckt. Dieses Ereignis prägte die weitere Entwicklung des Ortes. Schon ein Jahr später wurde das "Herrmannsbad", benannt nach seinem Gründer, Gottlieb Friedrich Herrmann, eingeweiht. Das Bad erlebte eine wechselvolle Geschichte. Die Anbindung an das Eisenbahnnetz im Jahre 1887 wirkte sich positiv auf die weitere Entwicklung des Bades aus. In dieser Zeit wurde der sehenswerte Kurpark im englischen Stil angelegt und das Kurviertel mit seinen Villen, Pensionen und Kurhäusern entstand. Der Höhepunkt der Entwicklung war 1913 erreicht: Durch Ministerialverordnung erhielt die Stadt den Titel "Bad".

Nach 1945 entstand aus dem Herrmannsbad ein Herz-Kreislauf-Sanatorium. Der gute Ruf der medizinischen Einrichtung blieb erhalten, während der Glanz des Kurortes allmählich verblaßte.

Seit 1989 werden große Anstrengungen unternommen, damit Bad Lausick schnell gesamtdeutsches Niveau erreicht. Moderne Einrichtungen prägen heute das Kurgeschehen. Dazu gehören die Median-Klinik mit 200 Betten und die Sachsenklinik mit 220 Betten für Kurgäste. Im März 1995 wurde ein neues Kurhaus mit integriertem Kurmittelhaus eingeweiht. Neben den traditionellen Kurangeboten und Heilbehandlungen bietet es viele Freizeit- und Fitneßmöglichkeiten. Für Kurgäste und Urlauber entstanden mehrere neue Hotels. Der Kurpark erhielt als besonderes Schmuckstück einen Konzertpavillon in Schmetterlingsform.

Sachsens größtes Badevergnügen, das Kur- und Freizeitbad "Riff", hält für alle Altersgruppen tolle Angebote bereit. Dazu zählen eine Kurschwimmhalle mit abwechslungsreicher Wasserlandschaft, das Saunaland, die Abenteuerpyramide mit Riesenrutschen, Kinderbecken und vieles mehr.

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