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Von politischer und wirtschaftlicher Blüte als Residenzstadt der Bischöfe zu Meißen im 15. und 16. Jahrhundert bis zur Bedeutungslosigkeit nach mehreren Pestjahren und verheerenden Kriegen erlebte Wurzen die ganze Bandbreite geschichtlicher Wechselfälle.
Historisch gewachsen, mit einem erhaltenswerten Stadtkern - geprägt durch den höhergelegenen Teil mit Dom und Schloß - hat das Zentrum der Stadt heute einen hohen Schauwert.
Der Besucher trifft überall auf Renaissance- und Barockgebäude, die neben jüngeren Wohnbauten und Geschäftshäusern mit reichen Jugendstilfassaden ein eigenes Flair entstehen lassen.
Mit seinen rund 16.000 Einwohnern ist Wurzen als Große Kreisstadt ein Mittelzentrum und bietet gegenüber der großstädtischen Hektik Leipzigs Ruhe und Beschaulichkeit.
Auf dem Markt, in angrenzenden Straßen und Gassen findet man eine Vielzahl von Verkaufseinrichtungen. Zum Einkaufen, Verweilen, Ausruhen oder auch nur zum Bummeln ist genügend Platz und Gelegenheit vorhanden.
So gibt es vieles, was Wurzen beeindruckend und liebenswert macht. Manches architektonische Kleinod könnte noch aufgezählt werden.
Nicht unerwähnt bleiben soll aber das in Richtung Dehnitz gelegene idyllische Flächennaturdenkmal Wachtelberg mit dem 20m hohen Aussichtsturm. Schon 1911 unter Schutz gestellt, entwickelte sich dort vor allem in den letzten Jahrzehnten eine Stätte zur Bewahrung der natürlichen Gegebenheiten, die man gesehen haben muß.
Landschaftlich bietet das Wurzener Land ansonsten nichts Spektakuläres, aber ungemein Schönes, vielfach noch naturbelassen und für Wanderer und Radwanderer überaus reizvoll. Egal ob an den Muldenufern oder an den Altwassern ehemaliger Flußschlingen, überall wird der Naturfreund voll auf seine Kosten kommen.
So ist Wurzen, wenn auch nicht perfekt, doch eine Stadt zum Wohlfühlen - eben "Ein gutes Stück Sachsen".