Bagrationovsk Kaliningrader Gebiet

Karte

* Die Route

Bei der Einfahrt sieht man einen Findligsblock mit der Aufschrift "Diese Stadt wurde 1336 gegründet."
Das Gesicht der alten Stadt ist durch neue Wohnkomplexe geprägt. Zur erhaltenen historischen Gebäuden gehören: Scharnhorstschule, Oberschule für Jungen, 1861 errichtet, der Schlachthof, die katholische Kirche, der Amtsgericht und die Post, das Landratsamt und die Kreisparkasse.
Die alte Kirche aus dem Jahr 1325 ist nicht erhalten. Auf ihren Fundamenten steht ein Fabrikgebäude.
Bei Pr.Eulau fand am 8.Februar 1807 eine den größten Bataillen im Krieg gegen Napoleon statt, als Preußen und Russen dem großen Napoleon eine Unentschied abtrotzten. Nach der Legende hat Napoleon die Schlacht vom Kirchenturm geleitet. Der Küster hat versucht den großen Korsen einzuschließen und den anstürmenden eigenen Truppen auszuliefern. Aus Furcht vor Entdeckung und Angst um seine Familie ließ er vom Vorhaben ab, das die euopäische Geschichte hätte wenden können.

An diese Schlacht erinnert das "L´Estocq-Denkmal". Der kunstvoll gegliederte gotische Turmbau aus Sandstein wurde 1857 eingeweiht. L´Estocq war der Oberbefehlshaber der preußischen Truppen. Der Bau trägt auch das Bildnis des russischen Befehlshaber, General von Benginsen.
In der Nähe vom Bahnhof befindet sich das Gelände der ehemaligen Faßfabrik von Max Taulien, Bahnhofstr. 18. Sie war das größte Unterhnehmen diese Art im Osten. 800 Butterfässe gehörten zur Produktion.
In Bagrationovsk ist ein Grenzübergang nach Polen. Die mit erheblichen Aufwand eingerichtete Paß- und Zollstelle ist die wichtigste Passage für den Touristenverkehr.

Die Route: Die Fahrt nach Bagrationovsk geht über Melnichnaia, Oktiabrskaia oder über Leninski pr., ul. Kalinina. Dann kommen Lesnoe und Ortadnoe. Wir fahren dann über die Orte Nivenskoe (Ludwigswalde), Juzhyi (Jesau), Nevskoe (Gr.Laut), Gvardeiskoe (Mühlhausen), Beriosovka (Gr. Sausgarten)

Nivenskoe
Das ist eine ziemlich große Siedlung. Die alten Bauten bestimmen das Bild im Ortsbereich und in der Siedlung, die an der links abbiegenden Straße in Richtung Partisanskoe/Schönmohr liegt. Auf der gegenüberliegenden Straße nach Vladimirovo/Tharau hat sich die Landwirtschaftsgenossenschaft Nivenskoe ausgebreitet.

Gvardeiskoe
Unterwegs nach Bagrationovsk fahren wir an diesem Ort vorbei.
Wir folgen der Abzweigung nach links in den Ort und kommen zu der Kirche, die eine Besonderheit ist. Sie galt als schönste Landkirche des Ostpreußens.
In ihr ist Luthers Tochter Margarete von Kuhnheim begraben.
Der Bau stamm aus dem 14.Jahrhundert.
Das Gebäude befindet sich in einem schlechten Zustand. Das Mauerwerk brökelt überall. Im Inneren läßt nur die Decke von der Herrlichkeit einstiger Zeiten ahnen.
Am Tonnengewölbe sind reststücke von Ornamenten zu erkennen. Die Figur "S. Jacobus major" gehört dazu.
Die Gesamtausstattung war das Werk von Isaac Riga, der die Barock-Schnitzarbeiten schuf, und von Gottfried Hintz, der für die Ausmahlung sorgte. Beide waren Königsberger Künstler. Sie soll als evangelisches Gotteshaus hergerichtet weden.