Karte

Baltijsk * Die Route

Wer die Möglichkeit hat, Baltijsk zu besuchen, steht vor einem besonderen Erlebnis, ob er mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff anreist.
Am eindrucksvollsten ist die Anreise mit dem Schiff.
Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1510 zurück, als nach dem Durchbruch der See zum Haff (1497) das Pillauer Seetief schiffbar wurde und die ersten Siedler kamen. Bedeutung erlangte die Stadt erst, als Gustav Adolf von Schweden 1626 hier eine Festung baute. Er war der eigentliche Schöpfer und Förderer der Stadt. 1679 begann er mit dem Aufbau einer Handels- und Kriegsflotte.
Die Stadt blühte auf, als 1901 der ausgebaute Seekanal in Betrieb genommen wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist der schlanke 32 Meter hohe Leuchtturm (nach einem Entwurf von Schinkel seit 8. Februar 1813).
In Baltijsk sind mehrere alte Bauten erhalten. Dazu gehören: das Amtsgericht, die Oberschule für Jungen, der Bahnhof, die Mittelschule, Haus der Kultur, Funkstation, das Hotel "Goldener Anker", einige alte Häuser.
Die Einwohnerzahl beträgt 30 000.

Die Route: Wir verlassen Kaliningrad in Richtung Kaporner Heide. Unsere Fahrt geht über Zukovskoe (Nauzwinkel/Margen), Spasskoe (Kaporn), Vaselovka (Bärwalde), Lublino (Seerappen), Ozerki (groß Lindenau), Vsmorje (Großheidekrug), Izhevskoe (Widditen), eine neue Stadt Svetly (Zimmerbude), Kremnevo (Gr. Blumenau), Sipovka (Powayen), Logvino (Medenau), Kostrovo (Bludau), Primorsk (Fischhausen), Tanketino (Tenkitten)
Hinweis: Für die Stadt ist eine Anreisegenehmigung nötig.

Vzmorje (Großheidekrug)
Der neue Name des Dorfes bedeutet "Küste". Dieses Ort bietet einen Blick auf wuchernde Binsen und Schilfflächen, auf langsam vorbei ziehende Schiffe, den grünbewachsenden Leitdamm jenseits des Seekanals und das glitzerne Wasser des Haffs. Aber auch Docks, Fangboote und ein Fischkombinat prägen das Bild.
Das Ort hat zirka 1500 Einwohner.

Logvino (Medenau)
Hier befinden sich Mauerreste einer Kirche aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
Hier war schon früher eine altprußische Siedlung.
Der König Ottokar von Bömen besiegte hier 1255 die Samländer.
Verträumt wirkt die herrliche und völlig erhaltene Natur am wunderschönen Badesee mit Blick auf die über 60 Meter hohen Seeberge.

Primorsk (Fischhausen)
Die Stadt hat 4000 Einwohner. Das alte Fischhausen wurde 1945 vollständig zerstört. Nur am erhaltenen und gepflegten Bahnhof sind noch einige Altbauten zu finden. Der alte Wasserturm ist bis zum fernen Seekanal am Camstigaller Haken zu erkennen. Von den wenigen übrigen Altbauten ist die schöne "Villa Porr" mit ihren Türmchen im Park zu erkennen.

Tanketino (Tenkitten)
Hier, in Dorfnähe stand das 1831 auf einer Düne errichtete St. Adalbertkreuz. Das 8,87 Meter hohe eiserne Mahnmal trug die Inschrift: "Bischof St. Adalbert starb hier den Märtürertod 997 für das Licht des Christentums, Wiepolska 1831." Seit dem 2. Oktober 1991 steht hier wieder auf dem erhaltenen Fundament ein provisorisches drei Meter hohes Holzkreuz. Es wurde auf Inintiative der katholischen Gemeinde in Kaliningrad errichtert. Der Erzbischof von Moskau nahm an der Einweihungsfeier teil. Zum 1000jährigen Todestag 1997 soll ein Kreuz wie früher mit Gedenktafel errichtet werden.