Gusev
Die Stadt ist durch intensive Wohnungsbau nach 1945 geprägt. Die üblichen neuen Häuser,
zum Teil in Hochhausform, füllen die Lücken im alten
Straßenverlauf, sind vor allem in größeren Komplexen an der
Peripherie im Süden, Westen und Nordwesten entstanden.
Die Anfänge der Ortschaft führen bis ins frühe
16.Jahrhundert zurück. König Friedrich Wilhelm I., der große
Förderer der Stadt, hat sie 1724 zur Stadt erhoben.
Es sind zahlreiche alte Gebäude aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg
erhalten geblieben.
Heute sichtbares Zeichen dafür, daß Gusev sich an das alte Gumbinnen besinnt,
ist der Elch. Nach 46 Jahren kehrte das 1911 geschaffene Wahrzeichen aus dem Kaliningrader
Tiergarten heim. Stolz steht der Schaufler jetzt in einer kleinen, gepflegten Grünanlage.
Auch die Erinnerung an die Ansiedlung der evangelischen Glaubensflüchtlinge aus dem Land Salzburg
soll wieder geweckt werden. Sie prägten die Geschichte der Stadt im 18.Jahrhundert; bauten 1735 das Salzburger Hospital, 1752/54 ein eigenes Gotteshaus,
dem 1839/40 ein Neubau folgte.
Heute soll die Kirche als religiöses und zeitgeschichtliches Denkmal wieder aufgebaut werden.
Die Route: Die Fahrt nach Gusev geht über den Moskovski pr.,
bis zur Stadtgrenze. Danach fährt man über Gvardeisk,
Cherniahovsk in die Richtung Grenze zur Republik Weißrußland.