Gvardeisk   * Die Route

Wir kommen nach Gvardeisk auf der Straße neben der Deime, deren Abzweigung vom Pregel schließlich zu sehen ist. Gerade vor uns fällt ein großer Gebäudekomplex mit hochragenden Stufengiebeln auf: die frühere Provinzial-Besserungs-Anstalt auf dem Gelände der Vorburg der Ordernsburg.
Die Burg hatte vorher große militär-strategische Bedeutung für Orden gehabt. Im Winkel zwischen Pregel und Deime errichtet (1280-1290), war sie die Schutzfeste für das Samland. Zeitweilig residierte hier Herzog Albrecht. Am 20.März 1568 starb er auf der Burg.
Heute ist dies eine Strafanstalt.
Im Stadtzentrum ist der Marktplatz fast vollständig erhalten: weitläufig, sauber, von ansehlichen Häusern umgeben. Die wenigen neuen Gebäude fügen sich gut ein.
Die Pfarrkirche aus dem Anfang des 16.Jahrhunderts an der Nordwestecke ist gut erhalten. Feuersbrünste hatten sie 1616 und 1689 heimgesucht. 1694 wurde sie neu errichtet, 1768 nach Osten zu erweitert. Umfangreiche Erneuerungsarbeiten wurden an der Kirche durchgeführt. Nun wird dort Gottesdienst abgehalten. Sie gehört zur russisch-ortodoxen Konfession.
Zu den erhaltenen Gebäuden zählt das Rathaus, die Schule mit Turnhalle, Wasserturm, Schlachthoff, einige alten Villen.

Die Route: Die Fahrt nach Gvardeisk geht über den Moskovski pr. bis zur Stadtgrenze. Die Straße ist zum Teil autobahnähnlich ausgebaut. Man fährt über Marino (Arnau), Riabinovka (Jungferndorf), Nisovie (Waldau), Borskoe (Schiewenau).