| Neman
| Kaliningrader Gebiet
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Man sieht es auf den ersten Blick - Neman ist eine bedeutende
lebendige Stadt.
1397/1409 war das Orenshaus aus dem 15 Meter hohen Südufer der Memel
entstanden, nachdem beteits 1289 und 1293 Burgen in der Nähe existiert hatten.
Im Schütze der Burg wuchs rasch eine größere Ansiedlung, der Friedrich
Wilhelm I. 1722 das Stadtrecht verlieh. Sie entwickelte sich um zwei Hügel.
Den einen besetzte das Schloß. Auf dem anderen wurde die Kirche errichtet.
Von der Burg und dem Schloß sind Ruinen geblieben. Der Uhrenturm des Ordenschlosses wird instand gesetzt.
Die Kirche ist wieder Gotteshaus. Hier finden die russisch-orthodoxen und katholische Gottesdienste statt.
Zu den überwiegeng erhaltenen Gebäuden aus der Zeit vor dem zweiten
Weltkrieg gehören die Schulen, Krankenhaus, Bahnhofsgebäude und die Zellstoffabrik,1911/12 erbaut,
die größter Umweltverschmutzer der Umgebung.
Zu den hervorragenden Söhnen der Stadt zählen der Mathematiker und
Baumeister Christian Otter (1598-1660) und
der Maler und Kunstschriftsteller Johann Friedrich Reiffenstein (1719-1793),
der in Rom mit Goethe verkehrte.
Wie das östliche so ist auch die westliche Umgebung Nemans von besonderer Anziehungskraft.
In der großen Memelschleife, bieten sich die fichtenumsäumten Schluchten
immer neue bewegliche Eindrücke. Auf der Höhe von Bienai (Bitthenen) ist am
gegenüberliegenden Ufer der sagenumwobene Rombinus zu bewundern, einst der heiligste Ort im
preusischen Litauen.