| Pravdinsk | Kaliningrader Gebiet |
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Wir fahren von Pravdinsk in westlicher Richtung. Sanfte Hügel beleben die Flur.
Störche stelzen durch die grünen Wiesen.
Eine prächtige Lindenalle führt fast bis Domnovo.
Die Stadt ist auf zwei Hügeln an dem Flüßchen Gerlach
aufgebaut.
Um 1300 hatte der Orden eine Burg angelegt. Die Siedlung in ihrem Schutz
erhielt 1400 das Stadtrecht. Siebenmal wurde sie in ihrer langen Geschichte
niedergebrannt. Die Zerstörung im zweiten Weltktieg war die achte.
Auf der östlichen Seite stehen die Boten der vergangenen Zeit. Dort
prägen Kriegerdenkmal, Kirchenhang, das Grün der Büsche und Bäume,
ein paar alte Häuser und alles überragend der Turm der Kirche das Bild.
Das Ehrenmal trägt einen marmornen Stein und erinnert an die russischen Opfer
im Krieg gegen Napoleon. Früher hatte das Denkmal eine Säule mit dem Eisernen
Kreuz und erinnerte an die Toten des Ersten Weltkrieges.
Die Kirche wurde zweckentfremdet genutzt, soll aber wieder Gotteshaus werden. Das in den
Anfängen aus dem Jahre 1321 stammende Bau ist eine typische Ordenskirche.
Ihr gotisches Westportal, der Stadt zugewandt, ruht auf einem Sockel von Feldsteinen.
Ein Spitzbogen aus Granit umrahmt den Eingang.
In Richtung Kaliningrad sind Altbauten erhalten. Die Gebäude von Raiffeisenkasse, Post, Amtsgericht stehen noch. Ein besonderer Blickfang sind am Ende der Poststraße die großen Gebäuden der Mühlenwerke Scherwitz.
Domnau hatte eine bedeutende kulturelle Traditon. Schon 1400 wurde die erste Schule eingerichtet, und ab 1525 gab es eine Lateinschule.
In Domnau wurde 1590 Georg Weißel geboren. Seine Lieder, die im Domnau ihren Ursprung hatten und in aller Welt erklangen, sind immer noch zu hören. Insgesamt schuf er 20 Kirchenlieder.