Selenogradsk               * Die Route

Das ist das älteste Seebad an der Ostsee. Seit 1816 wuchs es zum meistbesuchten samländischen Kurort, der städtischen Charakter annahm. Die Einwohnerzahl beträgt 11000. Die Adalbertskirche aus dem Jahre 1897 mit dem 42 Meter hohen Turm ist gut erhalten. Sie soll wieder ein Gotteshaus werden. Die ehemalige katholische Kirche ist restauriert und dient als russisch-orthodoxes Gotteshaus.
Granz war immer schon der Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Kuhrische Nehrung, deren geschwungener Küstenstreifen vom Strand aus zu sehen ist. Die Wunderwelt der Wanderdünen liegt vor der Haustür.

Die Route: Wir fahren über die Str. Cherniahovskogo und Aleksandra Nevskogo und dort über Kutzovo (Pothenstein) und Severnaia Gora (Quednau), Medvedevka (Trutenau), Chrabrovo (Powunden), Kashtanovka (Mollehnen), Melnikovo (Rudau), Muromskoe (Laptau), Sosnovka (Bledau), Mohovoe (Wiskiauten)

Melnikovo (Rudau)
Früher war hier ein Kirchdorf mit großen Vergangenheit.
Die Kirche ist eine Ruine. Einige alten Gebäude sind erhalten.
Hier hatten schon die Prußen eine Burg. Nahebei war das Schlachtfeld, wo am 17.Februar 1370 der Deutsche Ritterorden das Heer der eingedrungenen Litauer besigte. Ordensmarschall Henning Schindekop wurde dabei tödlich verwundert. Eine Gedenksäule erinnert daran.

Muromskoe (Laptau)
Das ehemalige alte Kirchdorf ist gut erhalten. Hier besaßen die Bischöfe vom Samland eine Burg (1351). Viele alten Gebäude, wie Schule, Bahnhof, ein wesentlicher Teil des Ortskerns, Siedlungshäuser, sind in recht gutem Zustand. Hier steht auch ein Kriegerdenkmal aus alten Zeiten und ein neues großes Ehrenmal an den Sieg 1945.

Sosnovka (Bledau)
Hier steht im recht verwilderten Park ein Schloß, in dem ein Taubstummenheim untergebracht ist.

Mohovoe (Wiskiauten)
Hier befindet sich ein großer Wikingerfriedhof.
Seine Entdeckung hat den Nachweis erbracht, daß dieser skandinavische Volksstamm im 9. und 10. Jahrhundert am später versandeten Tief bei Selenogradsk ansässig gewesen ist.