Svetlogorsk               * Die Route

Svetlogorsk ist das schöne Zentrum des Ostseebades. Auch moderne Elektrozüge bringen bis zu dem Bahnhof "Svetlogorsk 2" Tausende Gäste von Kaliningrad auf den Gleisen der alten Samlandbahn, hierher.

Liebevoll gepflegt sind alten Häuser an der Kurhaus-Promenade. Das Warmbad mit dem 30 Meter hohen Wasser- und Aussichtturm ist das Wahrzeichen. Die Sonnenuhr unter dem Turmdach ist ein Werk des Svetlogorsker Künstlers Nikolai Frolov. Bracherts 1940 geschaffene Brunnenfigur, eine auch Wasserträgerin genannte Marmor-Skulptur, steht im Kurpark.
Auch in den übrigen Teilen ist Svetlogorsk (Rauschen) erhalten und gepflegt. Das gilt für die Kirche und viele der schönsten alten Villen. Zu den zahlreichen Neubauten geghouml;ren Restaurants, Cafes, Kino - alles, was einen Kuraufenthalt verschönert.

Der Mühlenteich wirkt wie ein verwunschener See, tiefblau gegen Munzwinkel und silbrigblitzend im Gegenlich gen Westen. Seinen Namen hat der Teich von einer Mühle, die schon der Orden betrieb.
Jahrhunderte alt sind auch die Linden am Ostufer. Ihr größter Umfang hatte am Stamm acht und in den Kronen 23 Meter.

Die Route: Wir verlassen Kaliningrad in Richtung Kaporner Heide. Unsere Fahrt geht über Zhukovskoe (Nauzwinkel/Margen), Spasskoe (Kaporn), Vaselovka (Bärwalde), Lublino (Seerappen), Ozerki (groß Lindenau), Vsmorje (Großheidekrug), Izhevskoe (Widditen), eine neue Stadt Svetly (Zimmerbude), Kremnevo (Gr. Blumenau), Sipovka (Powayen), Logvino (Medenau), Kostrovo (Bludau), Primorsk (Fischhausen), von hier nördlich nach Russkoe (Germau), Jantarny (Palmnicken), Donskoe (Gr. Dirschkeim), Molodogvardeiskoe (Finken), Lesnoe (Warnicken), Ortadnoe (Georgenwalde).

Vzmorje (Großheidekrug)
Der neue Name des Dorfes bedeutet "Küste". Dieses Ort bietet einen Blick auf wuchernde Binsen und Schilfflächen, auf langsam vorbei ziehende Schiffe, den grünbewachsenden Leitdamm jenseits des Seekanals und das glitzerne Wasser des Haffs. Aber auch Docks, Fangboote und ein Fischkombinat prägen das Bild.
Das Ort hat zirka 1500 Einwohner.

Logvino (Medenau)
Hier befinden sich Mauerreste einer Kirche aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
Hier war schon früher eine altprußische Siedlung.
Der König Ottokar von Bömen besiegte hier 1255 die Samländer.
Verträmt wirkt die herrliche und völlig erhaltene Natur am wunderschönen Badesee mit Blick auf die über 60 Meter hohen Seeberge.

Primorsk (Fischhausen)
Die Stadt hat 4000 Einwohner. Das alte Fischhausen wurde 1945 vollständig zerstört. Nur am erhaltenen und gepflegten Bahnhof sind noch einige Altbauten zu finden. Der alte Wasserturm ist bis zum fernen Seekanal am Camstigaller Haken zu erkennen. Von den wenigen übrigen Altbauten ist die schöne "Villa Porr" mit ihren Türmchen im Park zu erkennen.

Jantarny (Palmnicken)
Palmnicken - der berümte Ort, mit dem ersten und einzigen Bernsteinwerk. 94% der Weltproduktion kommen von hier. In dem Bernsteinwerk wird seit dem 1872 der kostbare Schatz bergmännisch gewonnen. Eine Besichtigung des Werkes ist mit einer Genehmigung möglich. Das gilt auch für die Abbaugrube. Aus 55 Meter Tiefe wird die "blaue Erde" ausgebaggert und ins Werk befördert.

Zu den erhaltenen oder wiederhergestellten bekanntesten Gebäuden des Ortes gehören: die evangelische Kirche (russisch-ortodoxes Gotteshaus), Schule, Asessorhaus, Beamtenhaus, Schloßhotel, Bahnhof, Wasserturm.

Ein Strandbesuch sollte nicht versäumt werden. Der Strand ist so breit und ausdehnt wie kein anderer an der gesamten Samtlandküste. Hier herrschen Weite und Ruhe und einsame Sonnenplätzchen zwischen Strandgrasbüschen auf kleinen Hügeln.

Donskoe (Gr. Dirschkeim)
Im Ortskern sind zu erkennen: die Post, die Schule, Beamtenhäuser, Gasthaus zur Samlandküste.
Genußvoll ist der Blick zur Kreislacker Schlucht.
Den Galgenberg, der früher einen imposanten Abschluß der Dirschkeimer Schlucht gebildet hat, gibt es nicht mehr. Die Anhöhe, auf der zur Ordenszeit Bernsteindiebe gerichtet worden sein sollen, war schon 1945 zum großen Teil abgestürzt. Die Dirschkeimer Schucht ist zugewachsen und unzugänglich.