| Zheleznodorozhnyi | Kaliningrader Gebiet |
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Der früher belebte Bahnhof ist durch die Grenznähe bedeutungslos geworden. Omnibusse verkehren jetzt auf der Strecke Krylovo-Zheleznodorozhnyi und Kaliningrad. Nur nach Tscherniahovsk (Insterburg) gibt es einen Personenverkehr auf der Schiene. Er verläuft ausnahmsweise auf der europäischen Normalspur.
Die Route:
Die Fahrt nach Zhelesnodorozhnyi geht nach Südosten, Richtung polnische Grenze über
Korellen, Obilnoe (Klein Sobrost), Kahovsloe (Schiffus), Ozerki (Georgenfelde), Bolschaia Poliana (Paterswalde),
Rodniki (Leißienen), Druzhba (Allenburg).
Östlich von Zheleznodorozhny, direkt an der polnischen Grenze befindet sich der Ort Krylovo.
Der Ort wurde vom Hochmeister Ulrich von Junglingen 1405 gegründet.
Anfang des 15.Jahrhunderts wurde in der Westecke des Marktes die erste Kirche erbaut.
Heute ist Krylovo ein Dorf mit 500 Einwohnern.
Diese Entwicklung ist die Folge der Lage unmittelbar an der 1945 gezogenen
Grenze. Die Stadt hatte den Krieg ohne größere Schäden überstanden.
Wie die meisten Ortschaften an der Trennungslinie Richtung Polen wurde sie zum wesentlichen Teil abgetragen.
Die Stadt ist, wie viele Orte der Region, von Aufbau und Zerstörung in ihrer
Geschichte gezeichent.
Schon die Gründungsstätte, die erste Erdwallbefestigung 1272 vom Orden
erbaut, wurde vernichtet.
1455 zerstörte der Orden selbst seinen Bau,
weil die Einwohner sich dem aufständigen Preußischen Bund
angeschlossen.
1667 suchte eine Feuerbrunst den Ort heim.
1711 wütete die Pest.
1679 litt die Stadt unter den Schweden,
1757 bis 1762 unter den Russen,
1807 unter den Franzosen.
1875 gab es
neue Brände.
Im Ersten Weltkrieg wurde der Ort in Mitleidenschaft gezogen und wieder aufgebaut.
Im zweiten Weltkrieg wurde sie dann nahezu vollständig zerstört.
Zu den ganz wenigen erhaltenen Gebäuden zählt die
Volksschule, die erweitert wurde.
Das ehemalige Gebäude der Kirche
ist teilweise erhalten geblieben. Dieses Gotteshaus stammt ursprünglich
aus den Jahren 1400 bis 1405. Vom ersten Bau blieb nur der Ostgiebel erhalten.
Die Nordmauer war in die Stadtmauer einbezogen. Die im Ersten Weltkrieg
schwer zerstörte Kirche wurde im alten Ordensstil wiederaufgebaut
und 1935 geweiht.