Znamensk
Wir fahren nach Znamensk durch die Pregelniederung und kommen von Norden. Hier ist die alte Stadt teilweise erhalten geblieben.
Die 300 Meter lange Pregelbrücke steht wahrzeichenartig vor einer begrünten Stadtkulisse. Der am 11.Dezember 1880 in Betrieb genommene Überweg
trägt Asphalt. Früher war der Bohlenweg nicht ohne Gefahren, besonders für die Pferde. So entstand einst die Redensart: "Wer nicht wagt, kommt nicht nach Wehlau".
Das Stadtzentrum war im Krieg vollständig zerstört. Als ein Erkennungszeichen steht die Ruine der St.-Jacobi-Kirche. Das Gotteshaus wurde 1380 unter dem Hochmeister Winrich von Kniprode errichtet und stellte eine der schönsten Schöpfung der Ordensgotik dar.
An der Stelle, da Christus, den Weinstock symbolosierend, lag - eine Seltenheit-, hat sich Buschwerk emporgerankt.
Hinter der Brücke über Alle sind zahlreiche Häuser erhalten geblieben. Dort steht noch das Wasserturm. Mächtigster Bau der Gegend ist die 1929 bezogene Deutschordenschule, ein stolzes Unterichtsgebäude.
Bekannt war Wehlau durch die angesiedelte Industrie, die Pinnauer Mühlenwerke und die Papierfabrik. Sie sind wieder im Betrieb. Margarine und Nudeln werden ebenfalls dort produziert.
Die Route: Die Fahrt nach Znamensk geht über den Moskovski pr.
bis zur Stadtgrenze. Die Straße ist zum Teil autobahnähnlich ausgebaut. Man fährt über Marino (Arnau), Riabinovka (Jungferndorf),
Nisovie (Waldau), Borskoe (Schiewenau) und Gvardeisk (Tapiau).